| 1908 Ich kann von mir selbst Mein Ergehn beschreiben Stunden der Mühe Bittren Herzenskummer Erlitten im Kiele Furchtbar Wegenrollen; Angstvolle Nachtwache Als er knirschte über Klippen. Waren meine Füsse, Mit kalter Fessel; Heiss ums Herz; Des Meermüden Sinn. Dem es auf dem Lande, Wie ich unglücklich Im Winter bewohnte .................. .................. Da hörte ich nichts Eiskalte Woge, Liess mir gefallen Nahm des Wilpen Ruf Die singende Möve Und Stürme schlugen Wo der Star Antwort gab; .................. Das von den Verwandten Das betrübte Herz Fürwahr, das ahnt nicht, In der Burg erlebt Stattlich und Weinfroh, Auf dem Wogenpfade .................. Jetzt fürwahr treiben mich Dass ich die Hochströme Es treibt des Sinnes Begierde Das Gemüt zur Fahrt, Fremder Völker .................. .................. Die Wälder blühen wonnig, Die Auen glänzen, All das mahnt Sinn zur Reise. Der wandert weithin So mahnt auch der Kuckuck, Singt des Sommers Hüter, Bitter ins Herz. Der begünstigte, Die auf Bannspuren ................... Fürwahr jetzt wandert Über des Wales Heimat; gierig und gefrässig treibt über den Walweg | ein wahres Lied erzählenwie ich in Drangsaltagen oft erduldet, erlebt habe. Leiden viele, oft packte mich da bei des Nachen Steven Vor Kälte erstarrt vom Frost gebunden da seufzten die Sorgen Hunger innen zerriss Der Mann weiss das nicht, wohl ergeht, die eiskalte See auf Bannspuren. ................ ................ als das Rauschen der See, zuweilen des Schwanes Sang, des Tölpels Lied. als Lachen der Männer, als Mettrunk, die Steinklippen, ................ oft ergriff mich da der Schmerz, kein einziger trösten konnte. der Lebensglück geniesst, wenig Missgeschick wie ich trübselig oft dulden musste. ................ des Herzens Gedanken, der Wellen Spiel erprobe. jegliches Mal dass ich fern von hinnen Wohnort suche. ................ ................ die Burgen prangen, das Leben drängt. den entschlossenen Wem so zu Mut ist über die Fluten. mit wehmütigem Ruf, kündet Kummer Das weiss der Mann nicht, was da manche erdulden, am weitesten wandern. .................. weithin mein Sinn wieder kehrt zu mir der einsame Vogel und gellt, das Herz unweigerlich. | |
| 1920
Ich kann über mir selbst ein wahres Lied erzählen, meine Geschicke kunden, wie ich in Tagen der Trübsal oft Zeit der Not erduldete, bittren Herzenskummer erlebt habe, erfahren zu Schiff viele Orte der Qual, schreckliches Wellengebraus. Oft fasste mich da ängstliche Nachtwache an des Nachen Steven, wenn er an Klippen sich stiess. Von Kälte durchdrungen waren meine Füsse, von Frost gebunden mit kalten Klammern. Da seufzten die Sorgen heiss ums Herz. Der Hunger innen zerriss des Meermüden Sinn. Das begreift der Mann nicht, dem es auf dem Lande zum besten gedeiht, wie ich armselig die eiskalte See im Winter bewohnen musste auf Wegen des Friedlosens. Da hörte ich nur die See rauschen, die eiskalte Woge, zuweilen des Schwanes Gesang. Mir diente zur Lust der Wildgans Lied und des Strandpfeifers Sang an Stelle des Lachens der Männer, die singende Möve an Stelle des Mettrunkes. Stürme peitschten da das Steinkliff, wo ihnen der Star Antwort gab, eisgefiedert. Keiner von der Schutzsippe konnte das elende Herz trösten! Fürwahr, wenig glaubt bei sich, wer da das Lebens Glück besitzt, in der Rung von schlimmen Geschick wenig erlebt, stolz und weintrunken, was ich erschöpft oft auf dem Meerespfade erleben musste. Nachtschatten (ver)düsterte, vom Norden schneite es, Reif band die Erde, Hagel fiel hernieder, der Körner Kältestes. Doch fürwahr nun treiben des Herzens Gedanken, dass ich die hohen Ströme, der Salzwellen Gebraus allein befahre: mahnt des Sinnes Trieb immer wieder, weiterzufahren, dass ich fern von hinnen der Fremden Land Aufsuche. Die Haine stehn in Blüte, die Burgen werden schon, die Auen lieblich, alles freut sich. All diese Dingen mahnen den entschlossenen Sinn zur Fahrt. Wen es so dänkt, der entweicht weit über die Flutenwege, wenn auch der Kuckuck mit klagender Stimme mahnt, der Wächter des Sommers singt und Sorge kündet, bitter ins Herz. Das begreift der Mann nicht, der freudenreiche, was dort manche ertragen, die die Bannpfade am weitesten wandern. Nun fürwahr zieht mein Sinn --- gegen mein Herz --- mein Gemüt mit der Meeresflut über des Wales Heimat, (durch)zieht weit zu der Erde enden. Zurück kommt zu mir, gierig und gefrässig, und ruft, der Einflieger, reizt an zum Weg des Wales das Herz, das sich nicht weigern darf. | |